Tipps zu MTB Unterhalt und Service

Wann sollen die Bremsbeläge ersetzt werden?

Es lohnt sich, die Stärke der Bremsbeläge der Scheibenbremse regelmässig zu kontrollieren, um zu verhindern, dass während einer Tour auf einmal die Trägerplatte auf der Bremsscheibe schleift und diese innert Kürze beschädigt.

Bei Belägen, die eine Spreizfeder haben, müssen die Bremsbeläge gewechselt werden, bevor die Feder beim Bremsen von der Scheibe mitgerissen und die Bremsfunktion eingeschränkt wird!

Neue Bremsbeläge mit "reichlich" Bremsbelag.
Neue Bremsbeläge mit "reichlich" Bremsbelag.
Genutzte Bremsbeläge, die bald ersetzt werden sollten, da sonst die Bremsscheibe demnächst durch Spreizfeder und später die Trägerplatte beschädigt wird.
Genutzte Bremsbeläge, die bald ersetzt werden sollten, da sonst die Bremsscheibe demnächst durch Spreizfeder und später die Trägerplatte beschädigt wird.
"Übernutzte" Bremsbeläge. Der Bremsbelag ist z.T. komplett abgenutzt und die Spreizfeder bereits beschädigt.
"Übernutzte" Bremsbeläge. Der Bremsbelag ist z.T. komplett abgenutzt und die Spreizfeder bereits beschädigt.


Öl oder Fett auf der Bremsscheibe

Gelangt Schmiermittel auf die Bremsscheibe, so wird dieses von den Bremsbelägen „aufgesaugt“ und die Bremswirkung lässt stark nach. Mit Schmiermittel verschmutzte Beläge sind in den meisten Fällen nicht mehr zu retten und müssen ersetzt werden!

Auch „nur“ durch Berühren der Bremsscheiben mit fettigen Fingern können die Bremsbeläge nachhaltig ihre Bremsleistung verlieren!

Gelangt also Öl auf die Bremsscheibe, so ist es wichtig, diese vor dem nächsten Einsatz mit Bremsreiniger zu entfetten oder im schlimmsten Fall neue Bremsbeläge zu montieren.



Kettenverschleiss

Kettenprüfer
Kettenprüfer

Jede Kette dehnt sich während ihres aktiven Lebens durch die Beanspruchung. Die Bolzen nutzen sich aufgrund der Reibung langsam ab. Bei mehr als 110 Bolzen pro Kette läppert sich das mit der Zeit ganz schön zusammen. Langsam aber stetig, schneller geht’s bei schlechter Pflege, feilen die länger werdenden Kettenglieder an den Ritzeln und Kettenblättern. Die Kette verschleisst schneller als die Ritzel, es lohnt sich deshalb, in regelmässigen Abständen die Kette mit einem Kettenprüfer zu kontrollieren. Wartest Du zu lange mit dem Kettenwechsel, steigt das Risiko, dass Du zusätzlich zur Kette auch die Ritzel ersetzen musst.



Shimano Schaltwerk: Kettenstabilisator ein- und ausschalten

Am Schaltwerk kann mittels eines Schalters die Härte der Federspannung eingestellt und ein Reibungs-Stabilisator aktiviert werden. Dieser wirkt den durch die Auf- und Abwärtsbewegungen der Kette im rauen Gelände entstehenden Kräften entgegen. In der „On“-Stellung bewirkt der Schalter eine Dämpfung des Schaltwerkskäfigs und damit ein Verringerung der Kettenbewegung für ein leiseres und stabileres Fahrerlebnis. Mit dem Schalter in der „OFF“-Position erleichtert das den Ein- und Ausbau des Hinterrads, indem die Schaltwerksfeder entspannt wird.

Heftige Bewegungen der Kette führen häufig zu starker Geräuschentwicklung, wenn die Kette von oben oder von unten an die Kettenstrebe schlägt, oder unter extremen Bedingungen gar zum Abspringen vom Kettenblatt vorn.



Sram Schaltwerk: Arretieren für den Ein- und Ausbau des Hinterrades

Die meisten Sram Schaltwerke haben einen Arretierungsknopf. Damit kann man das Schaltwerk gegen die Feder spannen und mit einem Knopfdruck arretieren. Dies erleichtert den Ein- und Ausbau des Hinterrades erheblich! Um die Arretierung zu lösen, muss mann dass untere Rädchen kurz nach vorne drücken. Der Druckknopf geht so von selbst in seine Ausgangsstellung zurück.